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Rezension zu “The Right kind of Wrong” von Jennifer Bright

Das Buch „The Right Kind of Wrong“ hat mich schon aufgrund der Thematik sehr neugierig gemacht. Aus dem Klappentext geht hervor, dass die Protagonistin unter Panikattacken leidet, was für mich direkt einen persönlichen Bezug hergestellt hat. Darüber hinaus erwartet den Leser eine richtig süße Liebesgeschichte, die mich tief berühren konnte.

Darum gehts:

Die Studentin Zoe lebt mit ihrer besten Freundin Kate in einer WG in London. Dies ist für sie ein Traum, für den sie lange kämpfen musste, da die Erwartungen ihrer Eltern sie nicht nur einmal zu zerstören drohten und tiefe Spüren hinterlassen haben. So kämpft sie jeden Tag darum endlich frei zu sein und ihre immer währenden Panikattacken zu besiegen. Als ihre Freundin Kate Zoe eines Tages bittet, ihren neuen Freund bei sich wohnen zu lassen, da er vorübergehend eine Bleibe sucht, stimmt Zoe zu. Auch wenn das erste Zusammentreffen von Zoe und Noah alles andere als reibungslos verläuft, entdeckt sie nach geraumer Zeit immer mehr Gemeinsamkeiten zu Noah und fühlt sich irgendwann sogar zu ihm hingezogen. Auch wenn sie weiß, dass ihre Gefühle falsch sind und sie die tiefe Freundschaft zu Kate kosten könnten, fühlt sie sich in Noahs Nähe zum ersten Mal richtig frei in ihrem Leben. Und so geraten ihre strikten Vorsätze langsam aber sicher ins Wanken..

“Und plötzlich ist es wieder da, das Gefühl, nicht frei zu sein. Das Gefühl, als hätte ich einen Käfig gegen den nächsten eingetauscht. […] Die Angst ist mein ständiger Begleiter. Auch wenn sie sich nicht immer zeigt, ist sie doch stets da und wartet nur darauf, ihr hässliches Gesicht zu präsentieren.”

The Right Kind of Wrong von Jennifer Bright, Seite 63

Dadurch, dass ich selbst viele Erfahrungen mit Panikattacken habe, konnte ich mich sehr gut in die Gefühlswelt der Protagonistin Zoe hineinversetzen. Wenn mich jemand fragt, gestaltet es sich für mich immer sehr schwierig, die richtigen Worte zur Beschreibung einer Panikattacke zu finden. Was für Gefühle gehen damit einher? Was für Gedanken hat man in diesen Momenten? Was macht man in diesem Moment wirklich durch? Hierbei handelt es sich um keine sichtbare Erkrankung, sondern es findet alles nur im Kopf der jeweiligen Person statt. Jennifer Bright hat für diesen Umstand genau die richtigen Worte gefunden. Besser könnte ich diese Gefühlsempfindungen nicht in Worte fassen. Bei jedem gelesenen Satz zu diesem Thema habe ich immer mit den Kopf genickt und sehr viele Parallelen zu mir selbst gefunden.

Die Protagonistin Zoe ist für mich eine ganz starke Person. Sie ist sehr loyal und mutig, lässt sich von niemandem etwas gefallen und versucht, sich durchzusetzen. In ihrem jungen Leben musste sie schon sehr viel aushalten, hat sich jedoch trotzdem zu einer tollen Persönlichkeit entwickelt. Den Umgang mit ihren Panikattacken zolle ich meinen größten Respekt, da sie sich davon nicht einschüchtern oder unterkriegen lässt. Fast wirkt es, als würde sie an jeder einzelner nur noch mehr wachsen. Ich kann nachvollziehen, dass sie ihre Erkrankung nicht mit der ganzen Welt teilen möchte. Aber wie sich vertrauensvoll erst ihrer Freundin Kate und im Anschluss auch Noah mitteilt, finde ich einfach toll.

“Ich weiß nicht genau, was sie auslöst. Ich weiß nicht, woher sie auf einmal kommt. Ich weiß nicht, wie ich sie beschreiben soll, und schon gar nicht, wie ich sie jemand anderem erklären kann. Ich weiß nur, dass ich sie nicht einmal meinem größten Feind wünschen würde.”

The Right Kind of Wrong von Jennifer Bright, Seite 63

Mir ist es nicht besonders schwer gefallen, diesen Roman in einem Rutsch durchzulesen. Die Geschichte ist nicht zu anstrengend oder anspruchsvoll geschrieben, sondern eher locker und leicht. Es ist einfach ein tolles Buch für zwischendurch, was jedoch eine sehr tiefgreifende Botschaft vermittelt.

Auch wenn ich die Autorin nicht persönlich kenne, kann es mir des Öfteren so vor, als hätte sie sehr viele Charaktereigenschaften von sich selbst in die Geschichte mit eingebracht. Es ist schwer in Worte zu fassen, aber manchmal hatte ich das Gefühl durch die geschriebenen Zeilen auch der Autorin näher zu kommen und diese kennen zu lernen. Und diesen Aspekt finde ich wirklich wundervoll, da mich das Buch so noch mehr packen konnte. 

“Es gibt Menschen, die wollen nur das Gute in einem sehen. Sie blenden alles andere aus. Verschließen ihre Augen vor dem, was ihnen Angst macht, vor dem, was sie nicht in ihrem Leben wollen. Negativität. Und dann gibt es Menschen, die wollen alles sehen.”

The Right Kind of Wrong von Jennifer Bright, Seite 236

Das einzige Manko an der Geschichte war, dass es mir gegen Ende hin alles ein bisschen zu schnell ging. Während die Geschichte immer einem leichten und gemütlichen Rhythmus gefolgt ist, hat sich das zum Ende hin komplett geändert. So hätte ich mir ein paar Seiten mehr gewünscht, die mir von der Zukunft der Protagonisten erzählen..

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