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Rezension zu “Dream Again” von Mona Kasten

Da man Blake im vierten Band der Reihe schon etwas näher kennen lernen konnte und ich seinen Charakter sehr interessant fand, wurde „Dream Again“ sehr lange von mir herbeigesehnt. Seine Vergangenheit mit Jude wurde im vierten Band nur angeschnitten, weshalb ich nun unsagbar gespannt war, mehr darüber zu erfahren.

Darum gehts:

Ohne Job und ohne Geld bleibt Jude Livingston keine andere Wahl, als ihren großen Traum aufzugeben und zu ihrem Bruder nach Woodshill zu ziehen. Das ihre Karriere als Schauspielerin in L.A. geplatzt ist, lässt sich für Jude nur sehr schwer verdauen, so tief sitzt das Gefühl des Versagens. Die Tatsache, dass ihr Ex Freund Blake ebenfalls in der Wohnung ihres Bruders wohnt, macht ihre Situation natürlich nicht unbedingt leichter. Denn schon bei der ersten Begegnung merkt sie, dass aus dem lebensfrohen Jungen von früher ein gebrochener Mann geworden ist. Und sie spürt mit jedem vernichtenden Blick, dass Blake ihr die Trennung bis heute nicht verziehen hat. Doch trotz allem ist das Kribbeln zwischen den Beiden heftiger, als jemals zuvor..

Für mich war es eine ganz neue Erfahrung, im fünften Band aus der Sicht eines Menschen zu lesen, der die Woodshill University nicht besucht. Allein dadurch war dieser Band schon etwas Besonderes für mich. Und doch hat es mir diese Tatsache am Anfang nicht unbedingt leicht gemacht. Ich habe mir bisher bei keinem Band so sehr gewünscht aus beiden Sichten zu lesen, wie hier.

Auch wenn man Jude als offene und frohe junge Frau kennenlernt, muss sie am Anfang der Geschichte mit sehr viel Ablehnung klarkommen. Dieses Gefühl, nicht erwünscht zu sein und auch kein richtiges zu Hause zu haben, nicht zu wissen, wo man hinsoll, ist für mich sehr schwer vorstellbar. Doch Mona Kasten hat es so beschrieben, dass ich mich sehr gut in Jude hineinfühlen konnte.

Schnell wird klar, dass die Probleme mit Blake nicht die einzigen sind, mit denen Jude zurechtkommen muss. Jude trägt ein tiefes und düsteres Geheimnis mit sich. Ich war von Seite zu Seite immer gespannter, was hinter diesem Geheimnis steckt und habe so häufig geraten und darüber nachgedacht.

Und doch habe ich mir die ganze Zeit gewünscht, auch aus Blakes Sicht lesen zu können. Ich hätte so gerne hinter seine steinerne Fassade geblickt, da er innerlich scheinbar sehr zerrissen ist. Seine Vergangenheit scheint ihn immer noch sehr mitzunehmen. Aufgrund dessen habe ich auch etwas länger gebracht, um mich mit Jude „anzufreunden“. Und dass, obwohl Jude wirklich ein toller und facettenreicher Charakter ist.

Auch wenn sich der Konflikt zwischen Jude und Blake einen sehr großen Teil des Buches einnimmt, habe ich keinen Moment verspürt in dem es mir zu viel wurde oder ich das Gefühl hätte, es wäre zu langatmig. Dieser Konflikt zwischen den beiden war so realistisch und nachvollziehbar, dass ich mich sehr gut hineinfühlen konnte.

Doch auch wenn sich die Beiden im Verlauf der Geschichte annähern und ihre Beziehung aufarbeiten, entwickelt sich Jude für mich irgendwie nicht wirklich weiter. Mona Kasten hätte so viele Möglichkeiten gehabt, Jude in eine Richtung zu bringen, die ihren Charakter und ihre Persönlichkeit weiterentwickelt. Während des Lesens gab es so viele Ansätze, die man hervorragend hätte dafür nutzen können.

Dieser Aspekt zog sich für mich leider auch bis ans Ende. Es wäre echt schön gewesen, wenn die Auflösung der verschiedenen Konflikte ein bisschen komplexer gestaltet worden wären. Es gab so viele Situationen, die man hätte noch ausbauen können, so viele Momente, die hätten aufeinander aufbauen können.

Ein großer Pluspunkt war das etwas nähere kennen lernen von Ezra. Zwischendurch hat er in den vorherigen Bänden immer mal wieder eine kleine Rolle gespielt, doch hier bekommt der Leser die Möglichkeit, noch mal eine ganz andere Seite von ihm kennen zu lernen. Im Verlauf der Geschichte wurde der Wunsch in mir immer größer, dass Ezra seine ganz eigene Geschichte bekommt, da er mir so sympathisch war.

Es war sehr schön, wieder nach Woodshill zurück zu kehren. Nach so vielen Büchern fühlt es sich fast schon an, wie nach Hause kommen. Und Mona Kasten hat es auch wieder geschafft, mich von der ersten Seite an in die Geschichte eintauchen zu lassen und mitzureißen..

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