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Rezension zu “Die Krone der Dunkelheit” von Laura Kneidl

Aufgrund eines Buddyreads und meiner #20für2020 Aktion habe ich „Die Krone der Dunkelheit“ endlich von meinem SuB befreit, nachdem ich es so lange in meinem Regal stehen hatte.

Darum gehts:

Die junge Prinzessin Freya wächst im Land der Menschen Thobria auf, wo das wirken von Magie strengstens verboten ist. Doch vor vielen Jahren wurde ihr Zwillingsbruder entführt und um ihn wiederzufinden sieht Freya keine andere Möglichkeit, als durch Magie einen Suchzauber einzusetzen. Nach vielen gescheiterten Versuchen erfährt Freya endlich, wo sich ihr tot geglaubter Bruder aufhält: Im Nachbarland Melidrian, das von magischen Wesen und finsteren Kreaturen bewohnt wird. So macht sie sich mit dem unsterblichen Wächter Larkin auf die Suche und muss sich ungeahnten Gefahren aussetzen.. Während sich Freya auf die Suche macht versucht die rebellische Ceylan bei den unsterblichen Wächtern aufgenommen zu werden, die die Grenze zwischen den beiden Reichen beschützen. Doch während ihrer Ausbildung begeht sie einen großen Fehler und muss zur Strafe als Repräsentantin an der Krönung des Fae-Prinzen teilnehmen. Dazu muss sie in genau das Land reisen, welches vor Feinden nur so wimmelt..

Laura Kneidl hat mit ihrem fiktiven Reich wirklich meinen Geschmack getroffen. Durch die Karte zu Beginn des Buches konnte ich mir immer eine gute Übersicht über alles machen, da das Setting sehr detailreich ausgearbeitet ist und es viele Schauplätze gibt. Auch die Protagonistinnen Freya und Ceylan haben wunderbar in die Geschichte gepasst, da beide auf ihre Weise starke und unabhängige junge Frauen sind, die ihre eigenen Ziele verfolgen. Und wer mag schon keine starken und selbstbewussten Frauen? 

Bevor ich anfing zu lesen, habe ich mir das Buch etwas genauer angeschaut und bemerkt, dass es aus mehreren Sichten erzählt wird. Da ich kein großer Fan von zu vielen Sichtweisen innerhalb einer Geschichte bin, hat mir dieser Umstand ein wenig Unbehagen bereitet. Doch der Einstieg in die Geschichte war sehr vielversprechend, da ich mich direkt mit den beiden Protagonistinnen Freya und Ceylan „anfreunden“ konnte. Zudem erinnerten mich die ersten Kapitel des Buches sehr an eine andere Buchreihe, die ich sehr geliebt habe. Aufgrund dessen hatte ich auch hier großes Vertrauen darauf, dass mir die Geschichte zusagen wird.

In dem Buch hat es eine Wendung gegeben, die mir wirklich die Sprache verschlagen hat. Diese kam aus dem Nichts und hat perfekt in die Geschichte gepasst. Wie lange ich über diesen Umstand gerätselt habe und wie genial dieser dann ausgearbeitet war, hat mich wirklich begeistert.

“Magie war keine Wissenschaft. Magie war Leben. Magie war Glauben. Sie ließ sich in keiner mathematischen Formel festhalten und nicht in die Schranken weisen. Magie war Freiheit.”

Die Krone der Dunkelheit von Laura Kneidl, Seite 35

Doch in der ersten Hälfte des Buches ist nicht wirklich viel passiert. Es gab immer wieder sehr langatmige Passagen und wenn sich gerade eine gewisse Spannung aufgebaut hat, wurde die Sicht wieder gewechselt und ich wurde aus der Geschichte heraus gerissen. Im weiteren Verlauf des Buches kamen weitere Sichtweisen dazu, wovon mich manche überhaupt nicht interessiert haben. So kam es manchmal vor, dass ich manche Kapitel nur überflogen habe. Somit hat sich meine anfängliche Befürchtung leider doch bestätigt.

Des Weiteren kam ich im Verlauf des Buches zu einem Kapitel, welches mir wirklich die Sprache verschlagen hat. Ich möchte dich nicht Spoilern und kann deshalb nur sagen, dass mich dieses Kapitel wirklich schockiert hat. Im gesamten Buch wird vorher nur ein einziges Mal das Thema Sex und deren Handlung angesprochen, sonst war es eher eine süße Romantasy Geschichte – wenn überhaupt. Mit diesem Kapitel wird für mich nicht nur eine völlig falsche Botschaft vermittelt, sondern dieses Kapitel ist dazu sogar noch vollkommen irrelevant für den weiteren Verlauf. Zwar sollte damit noch mal eine bestimmte Machtposition verdeutlicht werden, für mich persönlich hätte es da aber auch andere Möglichkeiten gegeben. Ich hätte es schön gefunden, besser auf diesen Umstand vorbereitet zu werden, der für mich wirklich aus dem Nichts kam.

“Die meisten Menschen glauben, Magie wäre etwas Unnatürliches, aber in Wahrheit ist die Magie die Natur selbst. Und die Natur ist ein Teil von dir, wie ein Muskel in deinem Körper. Du musst ihn trainieren, um zu begreifen, wie er funktioniert.”

Die Krone der Dunkelheit von Laura Kneidl, Seite 169

Die Grundidee sehr Geschichte hatte für mich ein großes Potential, doch leider wurde es für mich nicht ausgeschöpft. Manchmal wurde das Lesen für mich ein Kampf und wäre der Buddyread nicht gewesen, hätte ich das Buch vielleicht sogar abgebrochen. „Die Krone der Dunkelheit“ konnte mich einfach nicht packen und mitreißen!

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