Interview

Autoreninterview mit Rena Koopmann

Werbung (unbezahlte Kooperation) In diesem Beitrag lernst du die Self-Publisher Autorin Rena Koopmann kennen, die mit ihrer Reihe “Nornenzeit” ihren Debütroman veröffentlicht hat. Der Schwerpunkt dieses Beitrags ist die Vorstellung der Autorin und ihrer Arbeit. Die Rezension zum Buch wird in den nächsten Wochen online gehen.

Erzähl uns etwas über dich!

Mein Name ist Rena Koopmann, ich bin 1982 an einem schönen Frühlingsmontag geboren. Ich bin eine quirlige, offene Person, die gerne schreibt, kocht, singt und Klavier spielt. Ich wohne mit meinem Mann und meinen beiden Kindern im Münsterland nahe der niederländischen Grenze. 

Erzähl uns etwas über deinen Roman!

Mein neustes Buch, das auch gleichzeitig mein erstes Buch ist, heißt „Als wir verloren waren“ und ist der erste Teil meiner Zeitreise-Reihe „Nornenzeit“. Darin geht es um zwei Freundinnen, die ein Wochenende in Chemnitz verbringen und von heute auf morgen in das Jahr 1939 gerissen werden. Es ist kurz vor Kriegsbeginn und sie merken sehr schnell, dass sie bei Weitem mehr Probleme haben, als nur in die Zukunft zurückzukehren. Die Situation wird zu einer echten Zerreißprobe für Gretas und Annis Freundschaft, hindert sie an der Rückkehr in die Zukunft und bedroht alles, was ihre vorherigen Leben ausgemacht hat. Unter anderem Gretas Ehe, denn ausgerechnet in der Vergangenheit lernt sie einen jungen Mann kennen.

Die Reihe wird aus vier Teilen bestehen, die in den Jahren 1939-1948 spielen. Band zwei wird im 2020 Sommer veröffentlicht.

Was hat dich dazu bewogen, einen Roman zu schreiben, der den zweiten Weltkrieg thematisiert? 

Die Epoche spielt in der deutschen Geschichte noch immer eine riesengroße Rolle. Da ich ein großer Fan von Zeitreisegeschichten bin, habe ich mir vorgestellt, wie es sein muss, von heute auf morgen in dieser Zeit zu landen. Es ist sehr einfach aus der Zukunft heraus zu behaupten, wie man sich damals verhalten hätte, aber wenn nun zwei Frauen aus unserer jetzigen Zeit in diesem System landen würden, wie würden sie sich ohne gültige Papiere, Bekannte oder Verwandte über Wasser halten?

Wieso schreibst du gerade in diesem Genre? Könntest du dir auch vorstellen, in einem anderen Genre zu schreiben?

Ich habe immer sehr gerne Geschichten gelesen, die historisch, spannend und auch romantisch sind. Richtig fasziniert haben mich daher die Bücher von Diana Gabaldon, weil sie mit ihrer Zeitreisereihe genau diesen Genre-Mix bedient. Ihre Reihe hat mir so gut gefallen, dass meine Bücher ebenfalls diese drei Strömungen enthalten.

Wie bist du auf die Idee für dein Buch gekommen?

Das war, als ich die Reihe von Diana Gabaldon gelesen habe. In ihren Büchern wird eine Frau ins Jahr 1743 katapultiert und sie muss sich von heute auf morgen in einer ihr völlig fremden Welt zurechtfinden. 

Da stellte ich mir die Frage, wie es wohl sein würde, im Nationalsozialismus zu landen, einer Zeit, die für uns bis auf die gemeinsame Sprache eine ebenfalls fremde Welt darstellt. Und schon war die Idee zu meiner Reihe geboren.

Wann hast du mit dem Schreiben angefangen? Und wie lange hast du an deinem Roman geschrieben?

Mit zarten 15 Jahren. Diese ersten Versuche habe ich zwar nicht weggeworfen, aber ganz hinten im Schrank versteckt. Ich würde sie auch nicht retten, falls es mal brennt!

An meinem ersten Roman habe ich ewig geschrieben, da es mehrere Versionen davon gibt, in denen sich mein Schreibstil sehr stark weiterentwickelt hat. Für die final veröffentlichte Version habe ich aber ein Dreivierteljahr gebraucht. Von dieser Zeit ist geschätzt ein Drittel für die Recherche draufgegangen.

Wer ist dein größter Unterstützer in Bezug auf deine Karriere als Autorin?

Ganz klar meine beste Freundin. Sie hat mich dazu ermutigt, die Geschichte zu veröffentlichen, hat parallel zum Schreiben mitgelesen und mich immer wieder zum Weitermachen angetrieben, wenn ich an mir gezweifelt habe. Der größte Feind eines jeden Autoren ist nämlich tatsächlich die nagende Stimme des Selbstzweifels. 

Was war deine Motivation mit dem Schreiben anzufangen?

Es mag abgegriffen klingen, weil es wohl den meisten Autoren so geht, aber beim Schreiben habe ich das Gefühl, das Hier und Jetzt zu verlassen und auf eine Reise zu gehen. Ich kann in jede beliebige Welt eintauchen und etwas erschaffen, was es in der Form noch nicht gegeben hat. Gerade als Mutter zweier kleiner Kinder sind diese Gedankenreisen eine willkommene Abwechslung zum oft doch sehr anstrengenden Alltag.

War dir von Anfang an klar, dass du deinen Roman veröffentlichen möchtest? Oder hast du dich im Verlauf des Schreibens dazu entschieden?

Ich habe erst nur aus Spaß an der Freude geschrieben. Ganz besonders während der Elternzeit, als ich durch die Kinder sehr ans Haus gebunden war. Dann irgendwann wurde die Geschichte so umfangreich (die ersten drei Teile der Reihe habe ich schon vor Jahren zu Papier gebracht), das meine Freundin meinte, ich solle sie veröffentlichen.

Der Gedanke blieb mir eine Zeit lang fremd, doch ihre Worte keimten in mir wie ein Samenkorn und irgendwann entstand der Wunsch, es tatsächlich zu wagen.

Hast du noch weitere Romane bereits geschrieben oder vielleicht noch in Arbeit?

Zur Zeit schreibe ich an Band 2, der voraussichtlich im Sommer 2020 fertig wird. Danach geht es gleich mit Band 3 weiter, der im Winter 2020/2021 das Licht der Welt erblicken wird.

Hast du ein paar Tipps für Hobbyschreiber oder zukünftige Autoren? 

Schreibt wann immer ihr könnt, lest, wann immer ihr könnt. Lest nicht wie ich zu viele Schreibratgeber, die einen mit der Fülle an Tipps überfordern. Man blockiert sich damit innerlich, sobald der Cursor auf dem Bildschirm blinkt.

Selfpublisher oder Verlag? Welcher wäre dein Wunschverlag?

Ich bin Selfpublisherin. Einen Wunschverlag habe ich nicht, weil ich gar nicht für einen Verlag schreiben möchte. Die selbstbestimmte, abwechslungsreiche Arbeitsweise als Selfpublisherin sagt mir sehr zu.

Kann man in deinem Buch viele deiner eigenen Charaktereigenschaften wiederfinden?

Ja, und das lässt sich auch nicht vermeiden, da ein Buch ja aus der Summe der Erfahrungen/Einschätzungen/Ansichten des Autoren besteht. Dabei geht es nicht unbedingt um die private Einstellung, sondern auch, wie man andere Menschen einschätzt.

Von der Idee bis zum fertigen Buch – wie ist der Ablauf?

Zuerst ist da die Idee. Sie formt sich so lange aus, bis ich Eckpfeiler habe. Was geschieht? Was ist das Ziel? Dann beginne ich zu schreiben und fülle die Leerräume zwischen den Eckpfeilern aus. Das geht bei mir nur spontan, weil ich meine Charaktere nehme und sie machen lasse. Geschichten von Anfang bis Ende zu planen liegt mir nicht.

Hat dich dieses Interview mit der Autorin neugierig auf ihren Debütroman “Nornenzeit – Als wir verloren waren” gemacht? Dann schau doch einfach mal bei Facebook, Instagram oder Amazon vorbei! Oder hast du selbst vielleicht noch Fragen an die Autorin? Dann schreib sie gerne an, sie beantwortet bestimmt gerne deine Fragen!

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